Wale beobachten, wo keine sind :(

Wir sind gerade in Hermanus angekommen und mussten leider feststellen, dass die Wale bereits nicht mehr hier sind. Naja, wir wussten ja schon, dass wir dafür vielleicht etwas spät dran sind.  :-/ 

Dann werden wir eben an einem der 3 Tage, die wir hier sind, eine Tour buchen und den kleinen Kerlchen etwas hinterher fahren.
Hermanus erinnert mit seinen 23° C  und der belebten Waterfront vor einer schönen Berglandlandschaft ein bißchen an Italien oder Südfrankreich. Hier ist echt was los, so dass uns hier sicher auch ohne Wale nicht langweilig sein wird 🙂

Die Fahrt hierher führte uns vorbei an vielen Weingütern und schönen Weinbergen. Das weckte auf jeden Fall schon mal etwas die Vorfreude auf Stellenbosch, einer der bekanntesten Weinorte Südafrikas, den wir bei unserem nächsten Stop besuchen werden.

Addo Elephant Park und Knysna

Guten Morgen aus Knysna,

die letzten drei Tage waren voller spannender Ereignisse.

Unsere Turtletour war leider nicht so erfolgreich, da wir keine einzige Turtle zu Gesicht bekommen haben. Wir haben lediglich ein Nest gesehen, welches kurz zuvor von Honeybadgern ausgeraubt worden war. Man hat nur noch ein Loch mit vielen Eierschalen gesehen. Die Fahrt zum und am Strand war jedoch trotzdem sehr spannend, da wir wieder jede Menge andere Tiere gesehen hatten. Um 1 Uhr sind wir dann etwas durchgefroren in unser Bett gefallen.

Bereits um 4 Uhr klingelte wieder der Wecker, so dass wir pünktlich um 4:30 Uhr nach Durban starten konnten. Eigentlich soll man, zumindest als Tourist, nachts kein Auto fahren. Da die Sonne jedoch um kurz nach 5 Uhr aufging trauten wir uns das trotzdem 🙂 es war erstaunlich, wie viele Menschen außer uns um diese Uhrzeit schon unterwegs waren. Die vielen Anhalter waren wir ja bereits gewohnt. Jedoch nahm die Gruppengröße in Richtung Durban von Autobahnauffahrt zu Autobahnauffahrt zu, so dass teilweise auch mal ca. 200 Leute direkt an der Fahrbahn standen.

Pünktlich um 7 Uhr haben wir unser voll getanktes Mietauto wieder am Flughafen abgegeben und konnten uns so noch etwas ausruhen 🙂 Im Flieger hatten wir dieses Mal echt Glück und durften am Notausgang mit viel Beinfreiheit sitzen. Den Preis dafür, sich einer etwas umfangreicheren Einweisung in das Öffnen der Kabinentür im Notfall zu unterziehen, bezahlten wir gerne.

In Port Elisabeth wurde uns beim Abholen unseres Mietwagens dann gesagt, dass die Navigationssysteme alle ausgebucht seien und man uns daher Anbieten könne uns die Einwegmiete zu erlassen. 🙂 wer sich erinnern kann welche Eskapaden wir mit unserem anderen Navi hinter uns hatten, der weiß dass wir darüber nicht wirklich Unglücklich waren. Wenige Minuten später steuerten wir dann in unserem nagelneuen (nur ca. 300km) Hyundai in Richtung Addo Elephant Park.

Nach einem kurzen Checkin haben wir dann gleich die erste Runde durch den Park gemacht, und es war trotz der Tatsache, dass wir bereits vieles gesehen haben, noch immer sehr spannend und keineswegs langweilig.

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Unser Zimmer, ein kleines Chalet, bezogen wir dann im Anschluss und fuhren vor dem Abendessen gleich nochmal 2h durch den gewaltigen Park. Leider waren alle Game Drives während unseres Aufenthalts restlos ausgebucht. Die nette Dame meinte jedoch, dass die Game Drives auch nur auf den gleichen Straßen wie wir fahren würden.

Am nächsten Morgen haben wir dann schon früh unsere Sachen gepackt um vor der Weiterfahrt nochmal durch den Park zu fahren. An der Rezeption wurden wir vor dem Checkout von einem jungen Pärchen angesprochen und gefragt, ob sie mit uns im Auto durch den Park fahren dürften. Sie selber hätten kein Auto und die Game Drives seien ja alle voll. Ohne lange zu zögern haben wir zugesagt, jedoch gleich darauf hingewiesen, dass wir gegen 12 Uhr weiter nach Knysna aufbrechen wollen. Das war für die beiden ok und nachdem wir die Herkunft geklärt hatten, konnte unser Gespräch mit Johanna und Jonas auch auf Deutsch weitergeführt werden. Die fast 2,5stündige Fahrt durch den Park war sehr interessant und verging wie im Flug, da uns unsere beiden Mitfahrer über ihre Art zu reisen informierte: sie übernachteten nur in günstigen Hostels unter 10 EUR, fuhren nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und kochten fast sich jeden Tag ihr Essen selbst. Wenn die beiden mal kein Hostel fanden, dann zelteten sie auch mal. Die beiden sind insgesamt 2 Monate in Südafrika unterwegs. Zum Abschluss unserer Tour fanden wir ein riesiges Wasserloch mit einer Ansammlung von fast 200 Elefanten.

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Gegen 16 Uhr sind wir dann an unserer neuen Unterkunft in Knysna, dem Rexford Manor, angekommen. Was sich anhört wie aus einem James Bond Film sah auch so aus. Wir standen mit staunenden Augen direkt vor einem Herrenhaus im englischen Stil, welches nur 5 Zimmer hatte. Wir wurden sehr freundlich von Tony, dem Inhaber des Hotels, begrüßt und auf unser Zimmer geführt. Auch hier staunten wir nicht schlecht über die Einrichtung. Zu unserer Freude war dies das erste Hotel welches wusste, dass wir unsere Flitterwochen hier verbringen. Man hatte uns eine Flasche Champagner auf unserem Zimmer als besonderen Gruß des Hauses bereitgestellt.

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Nach einem kurzen Ankommen machten wir uns gleich wieder auf den Weg um das schöne Örtchen Knysna näher kennenzulernen. Ein kurzer Besuch in einer Mall und wir machten uns auf den Weg nach Thesen Island, einer kleinen Insel inmitten der Lagune von Knysna. Dort befand sich der Yachthafen an dessen Ufer das Sirocco, ein Restaurant das uns Tony empfohlen hatte, lag. Wie wir bei der Lage bereits vermuteten war das Essen wirklich erstklassig und auch das Ambiente ließ keine Wünsche offen.

Am nächsten Morgen wurde uns gegen 8 Uhr das Frühstück gereicht – auch hier staunten wir nicht schlecht als zwei Damen die insgesamt 4 Gäste des Hauses mit frisch gemachten Omlettes versorgte. Das Ambiente war auch hier wieder so atemberaubend, dass man es kaum aushalten konnte.

Direkt nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Wilderness um dort von den Klippen Delfine beobachten zu können. Leider hatten die Defline etwas besseres vor, so dass wir uns entschlossen haben einen ausgedehnten und zugegebenermaßen etwas romantischen Spaziergang am Strand zu machen. 🙂 Den Rest des Tages schauten wir uns weitere Sehenswürdigkeiten, die uns Tony empfohlen hatte, in Knysna an bevor wir am Abend einer weiteren Restaurantempfehlung in den Yachthafen folgten.

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Der Aufenthalt in Rexford Manor war sicher einer des imposantesten auf unserer Reise. Der Service hier war wirklich außergewöhnlich, das Hotel geschmückte mit vielen liebevollen Details. Eine Reise durch Knysna sollte unseres Erachtens definitiv nicht ohne einen Aufenthalt in diesem tollen Hotel stattfinden.

So, nun aber genug der lobenden Worte. Nach einem sicher uns schwer fallenden Abschied werden wir uns in wenigen Minuten auf den Weg nach Hermanus machen. Vor uns liegen ca. 400 km, so dass wir hoffen am frühen Nachmittag dort anzukommen. 🙂

British Airways

Unsere Fluggesellschaft nach Afrika und zurück ist British Airways. Vielleicht etwas beunruhigend was man über die so in der Deutschen Presse liest, aber zum Glück wurde der Mann ja aus dem Verkehr gezogen: Link zu bild.de (auch wenn sich Sven nun als Bild-Leser outen muss).

Vielleicht erklärt das die Zeitverzögerung beim Hinflug 🙂

P.S. Wir wissen nicht, ob das auf unserem Flug war, also keine Sorge 🙂

Heute: St. Lucia

Hallo zusammen,

so langsam haben wir uns etwas warm geschrieben, so dass wir uns gleich heute wieder melden.

Heute morgen klingelte um 4:25 Uhr der Wecker, denn pünktlich um 4:50 Uhr ging es los zum morgendlichen Game Drive. Unsere Guide an diesem Morgen war noch genauso verschlafen wie wir. Leider spielte das Wetter heute morgen gar nicht mit, es war schweinekalt. Glücklicherweise hatten wir uns gut eingepackt. Auch den Tieren war es heute morgen wohl etwas zu kalt, die Ausbeute war leider etwas überschauber.
Nach dem Frühstück luden wir unsere Sachen ins Auto, checkten aus und machten uns auf die ca. 70km lange Fahrt nach St. Lucia. Zu unserer Freude führten uns die ersten 20km nochmal durch den Park. Auf dieser Strecke sahen wir nochmal Rhinos, Elefanten, Zebras und Giraffen. Den Tieren ohne Guide ganz nah am eigenen Auto zu begegnen war doch nochmal etwas Neues für uns.

Fast pünktlich um 12 Uhr trafen wir dann in St. Lucia ein und hatten zunächst Probleme unser Hotel (Elephant Lake Hotel) zu finden. Als wir mit Panik in den Augen vor einem etwas rustikalen Motel namens Elephant Lake Inn standen kam auf einmal der Rezeptionist zu uns ans Auto und fragte, ob er uns helfen könne. Unserer Aussage, dass wir hier ein Zimmer reserviert hätten, entgegnete er mit der Aussage, dass das nicht sein könne. Glücklicherweise (sagt man in der Situation nicht oft) standen wir am falschen Hotel. Der nette Mann erklärte uns dann den Weg an das richtige Hotel, das nur wenige Minuten entfernt war. Leider waren wir wieder mal zu früh, unser Zimmer war noch nicht bereit. Die Zeit bis 14 Uhr überbrückten wir mit einer kleinen Shoppingtour im benachbarten Surfer-Shop, dem wir dadurch dem Umsatz des Tages bescherten. 🙂
Unser Zimmer ist zwar etwas in die Jahre gekommen, jedoch ist es sauber und hat einen Blick auf Pool und Garten. Einigen Bewertungen auf TripAdvisor und auch Fotos im Gang des Hotels konnten wir entnehmen, dass nachts öfter mal ein paar Hippos aus dem benachbarten Fluss eine Abstecher im Hotelgarten und -pool machten.

Bei einem kleinen Snack hat uns der Kellner einen Strandbesuch empfohlen. Frisch gestärkt fuhren wir also an den Strand um das mittlerweile wieder besser gewordene Wetter zu genießen. Die vielen Warnschilder vor Krokodilen, Hippos und Haien haben uns und auch einige wenige andere nicht davon abgehalten den Strand aufzusuchen. Bei 25° und leichtem Wind saßen wir im Sand, schauten dem Wellen zu und genossen es, dass die Krebse und Krabben um uns herum ihre Arbeit verrichteten.

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Die letzte halbe Stunde haben wir auf dem Balkon unseres Zimmers verbracht, in der Hoffnung die grunzenden Hippos (man konnte sie hören, jedoch noch nicht sehen) endlich zu Gesicht zu bekommen. Leider sind sie wohl weitergezogen und haben uns um den Ablick der Poolparty gebracht.

Morgen werden wir zum ersten Mal versuchen richtig auszuschlafen und dann nochmal etwas das nette von einer Armee von Security-Mitarbeitern bewachte Örtchen weitererkunden. Für 19 Uhr haben wir eine Tour zu den Schildkröten gebucht um diese dabei zu beobachten, wie sie ihre Eier im Sand vergraben. Etwas problematisch wird, dass die Tour bis ca. 2 Uhr nachts gehen wird, wir übermorgen um 9:50 Uhr von Durban nach Port Elizabeth fliegen und die Autofahrt von hier bis Durban ca.3 Stunden mit dem Auto dauert. Aber was wäre solch eine Reise ohne ein bißchen Abenteuer 🙂 macht euch also keine Sorgen, es kann sehr gut sein, dass wir uns erst in 2-3 Tagen wieder hier melden.