Hallo ihr lieben,
und schon melden wir uns wieder.
Unser letzter Abend in Cheetah Plains war wie auch die vorigen unvergesslich. Bei unserem Game Drive am Abend haben wir aufgrund der hohen Temperaturen (fast 40°C) zwar keine Katzen gesehen, jedoch hat uns Ephraym in eine Gegend geführt in der wir bisher noch nicht waren. Dort konnten wir aus nächster Nähe einen Elefanten beim Trinken und Schlammbaden beobachten. Am nächsten Wasserloch haben wir dann eine große Gruppe Hippos entdeckt und diesen eine ganze Weile beim Baden zugeschaut. Bei der Rückkehr zur Lodge mussten wir eine kleine Extrarunde drehen, da an der Einfahrt gerade eine Giraffe stand und wir diese sonst in die Lodge getrieben hätten. Beim Abendessen hat Gary die neuen Gäste wieder mit eine beeindruckend Rede begrüßt bevor wir uns, während auf der Wiese nebenan ein Rhino graste, über das leckere Essen (es gab Kudu – unglaublich lecker) hermachen durften.
Der morgendliche Game Drive am Tag unserer Weiterreise musste für uns leider entfallen, da wir uns schon früh auf den Weg nach Swaziland machen mussten. Gleich zu Beginn der langen Fahrt sorgten wieder mal unsere Navis für Verwirrung: während Google uns eine Strecke mit der Dauer von ca. 4,5 Stunden vorschlug zauberte unser hochinnovatives TomTom eine Dauer von fast 7 Stunden aus dem Hut. Natürlich haben wir uns wieder für Google entschieden was dazu führte, dass wir die erst 40 km auf nicht-asphaltierten Straßen durch viele kleine Dörfer geführt wurden während unser TomTom munter rebellierte und uns zum Umkehren nötigen wollte. Aber Google sollte auch heute wieder einmal Recht behalten. Als wir dann endlich wieder Asphalt unter den Reifen hatten beruhigte sich auch TomTom und glich seinen Routenvorschlag an den von Google an.
Die Weiterfahrt verlief dann relativ unkompliziert, zumindest bis zur Einreise nach Swaziland. Nach einer Fahrt durch die schönen grüne südafrikanische Hochebende mussten wir, während wir langsam auf ein Gewitter zufuhren, feststellen, dass wir uns im Vorfeld nicht wirklich mit der Einreise nach Swaziland beschäftigt hatten. Die Hürde der Ausreise konnten wir danke einer netten Grenzbeamtin schnell meistern. Unsere Euphorie wurde jedoch wieder bei der Einfahrt nach Swaziland gebremst als der Grenzbeamte ein Dokument von uns verlangte, welches wir nicht hatten. Er wies uns darauf hin, dass wir die Einreise anmelden müssten und zeigte auf eine etwa 150m lange Menschenschlange vor der Einreisebehörde. Umdrehen war leider nicht mehr möglich, so dass wir aufgefordert wurden unser Auto direkt hinter dem Grenzübergang abzustellen und wieder zurück zu gehen. Während unser Mietwagen bereits in Swaziland war mussten wir also zurück um uns noch 45 Minuten für unser Dokument anzustellen, während das Gewitter sich immer weiter zuzog und die ersten Blitze vom Himmel zischten. Auf der Weiterfahrt an unser Hotel durften wir dann feststellen, dass sich Swaziland landschaftlich nicht groß von Südafrika unterscheidet, zumindest nicht der Teil den wir bisher gesehen hatten.
Unsere Hoffnung, dem Gewitter davongefahren zu sein, wurde leider nicht erfüllt. Kurz nach Beziehen des Zimmers brach der Himmel über uns herein, so dass sogar ein paar Mal der Strom kurz weg war. Den verregneten Abend nutzten wir dann um uns für unser Weiterfahrt auszuruhen, gingen nach einem kurzen Getränk an der Poolbar was Essen und dann ins Bett. Dany hatte zwar durch das Einschreiten in den Bestellprozess zwischen dem Barkeeper und ein paar französischen Hotelgästen neue Freunde gefunden, wir waren jedoch einfach zu müde um die Freundschaft weiter auszubauen.
Heute morgen haben wir uns dann schon früh auf den Weg nach Hluluwe gemacht. Unsere Route zurück nach Südafrika führte uns weiterhin durch die schöne und weite Landschaft Swazilands. Die Straßen führten kilometerweit geradeaus. An der Grenze angekommen hatten wir dieses Mal ein besseres Gefühl. Wir hatten ja schließlich durch unsere Erfahrungen bei der Einreise viel gelernt. Daher hatten wir diesesmal alle Formalitäten innerhalb weniger Minuten geklärt. Lediglich der Zoll wollte unser Auto etwas genauer unter die Lupe nehmen, jedoch auch diese Hürde haben wir erfolgreich genommen.
In Hluluwe waren wir etwas überrascht als wir auf dem Weg zu unserer Unterkunft auf einmal am Tor des Umfolozi Parks, den wir eigentlich erst am nächsten Tag auf der Weiterfahrt besuchen wollten, standen. Der nette Pförtner hat uns dann aufgeklärt, dass sich das Hilltop Camp mitten im Park befindet. Auf unserer 30minütigen Weiterfahrt konnten wir im Park schon wieder einige Büffel und Rhinos sehen, bevor wir in unserer auf einem Berg gelegenen Unterkunft ankamen.
Unser Zimmer war leider noch nicht ganz fertig, so dass wir die Zeit mit einem kleinen Mittagssnack auf der Terasse überbrückten. Während wir unser Essen und die tolle Aussicht genossen bemerkten wir dann plötzlich, dass ein Äffchen sich langsam der Terasse näherte und auf den Baum neben uns kletterte. Der Ansturm der vielen Fotografen war dann doch etwas zuviel für den kleinen, so dass er gleich wieder die Flucht ergriffen hat. Er kam jedoch kurz nachdem wir unseren Tisch verlassen hatten mit einer Bande von weiteren ca. 10-15 Affen zurück und mischte die Terasse kurz etwas auf. Im Fokus stand zunächst die Ketchupflasche, die noch auf unserem Tisch stand. Der Versuch, die Flasche zu öffnen, wurde leider von unserem herbeieilenden Kellner unterbunden. Als wir dem Treiben noch ein paar Minuten zugeschaut hatten, machten wir uns auf um unser Zimmer zu beziehen und uns für den abendlichen Game Drive vorzubereiten.
Unsere Erwartungen waren nicht wirklich groß, hatten wir doch in Cheetah Plains schon jegliche Tierprominenz gesehen. Trotz des leichten Regens hatten wir eine schöne Tour durch den sehr grünen Park und haben mit einer Hyäne sogar noch ein Tier gesehen, welches wir noch nicht auf unsere Liste hatten. Highlight war die Verfolgung zweier Löwen in der Dunkelheit mit Scheinwerfern.
Nach dem Essen haben wir uns nun auf unser Zimmer zurückgezogen um morgen früh um 4:50 Uhr fit für den nächsten Game Drive zu sein, bevor wir uns dann auf den Weg nach St. Lucia machen.
Wir wünsch euch jetzt eine gute Nacht und hoffen euch schon bald wieder mit Neuigkeiten unserer Reise versorgen zu können.
